home_img4-1-300x210 Unfallratgeber! – Ihre Rechte und was Sie wissen müssen

Unfallratgeber! – Ihre Rechte und was Sie wissen müssen

In Deutschland passieren statistische gesehen jeden Tag etwa 6800-mal Unfälle auf den deutschen Straßen. Allein im Jahre 2015 gab es ca. 2,5 Mio. polizeilich erfasste . Zusätzlich kommen noch nicht erfasste , bei denen keine Polizei gerufen wurde.

Bei unserem heutigen Verkehrsaufkommen geschieht es schnell und man ist in einen Autounfall verwickelt. In den meisten Fällen gehen zum Glück keine Personenschäden aus. Dafür hinterbleibt ein hoher Sachschaden an den beteiligten Fahrzeugen.

Durch den Unfall entstandene Sachschaden bietet Anlass zum Streit über die Schadenhöhe oder darüber, wer schuld am Unfall ist.

Und schnell ist man als Geschädigter über diesen Sachverhalt überfordert, denn viele Autofahrer wissen nicht, welche Rechte sie nach einem unverschuldeten Unfall haben.

Auf unserer Seite erfahren Sie einige wissenswerte Tipps über Ihre Rechte und allgemeine Informationen. Unser Unfallratgeber dient als Service für Sie: Dieser Artikel bezieht sich dabei ausschließlich auf sogenannte Kfz-Haftpflichtschäden, bei dem ein Verkehrsteilnehmer schuldlos in einen Unfall verwickelt wurde

Unverschuldeter Verkehrsunfall? –

Hier sind Ihre Rechte im Überblick:

Die Grundlage der Schadenersatzansprüche des Geschädigten bei einem Verkehrsunfall sind im BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) geregelt:

Nach §249, Art und Umfang des Schadensersatzes:

 „(1) Wer zum Schadensersatz verpflichtet ist, hat den Zustand herzustellen, der bestehen würde, wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten wäre.“

„(2) Ist wegen Verletzung einer Person oder wegen Beschädigung einer Sache Schadensersatz zu leisten, so kann der Gläubiger statt der Herstellung den dazu erforderlichen Geldbetrag verlangen. Bei der Beschädigung einer Sache schließt der nach Satz 1 erforderliche Geldbetrag die Umsatzsteuer nur mit ein, wenn und soweit sie tatsächlich angefallen ist.“

Quelle: https://dejure.org/gesetze/BGB/249.html

Das heißt für den Geschädigten:

  • Schadenfeststellung durch einen unabhängigen Kfz-Sachverständigen

Sie haben das Recht nach einem unverschuldeten Autounfall immer einen Kfz-Gutachter Ihrer Wahl zu beauftragen. Die anfallenden muss die des Unfallgegners (also vom Schadenverursacher) übernehmen.

  • Rechtsanwalt beauftragen Ja oder Nein?

Zur Abwicklung des Unfallschadens haben Sie ebenfalls das Recht bei einem unverschuldeten Autounfall einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu engagieren. Falls Sie eine Verkehrsrechtschutzversicherung besitzen, brauch Sie in diesem Fall Ihre Versicherung nicht einschalten, da sämtliche Anwaltskosten die Kfz‑Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers übernehmen wird.

  • Reparatur Ihres Fahrzeuges in der Werkstatt Ihres Vertrauens

Sie als Geschädigte dürfen selbst entscheiden, in welcher Kfz-Werkstatt Sie Ihr reparieren lassen dürfen. Die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallgegners muss die anfallenden Reparaturkosten und Serviceleistungen, wie z. B. Mietwagenanspruch etc. übernehmen.

  • Alternativ: Geld anstatt Reparatur

Statt die direkte Reparatur in der Werkstatt können Sie alternativ die Abrechnung nach Gutachten auszahlen lassen. Das Geld muss nicht für die Reparatur ausgegeben werden. (Dies führt jedoch zu einem Nachteil, da bei erneutem Schaden an derselben Stelle, einen erneuten Schadensersatzanspruch abgelehnt werden könnte, wenn zu vor der Versicherung kein Reparaturnachweis über den alten Schaden nachgewiesen wird). Wir empfehlen daher; wenn Sie sich den Schaden auszahlen lassen, sollten Sie zeitnah mit der Reparatur Ihres Fahrzeuges von einer beginnen. Nach der Fahrzeugreparatur könne Sie das Fahrzeug von Ihrem Sachverständigen erneut besichtigen lassen und eine „Reparaturbestätigung“ ausstellen lassen, die Sie der Kfz-Haftpflichtversicherung mitteilen. Nur so erhalten Sie auch den Anspruch des Nutzungsausfall Entgeltes! (Weitere Infos à siehe unten).

  • Erstattung der Wertminderung

Die merkantile Wertminderung, welches im Gutachten erfasst wurde muss die Kfz-Haftpflichtversicherung ebenfalls, zusätzlich zur Schadensumme, erstatten. Die merkantile Wertminderung stellt einen Vermögensausgleich für das Risiko dar, aufgrund der Beteiligung eines Verkehrsunfalls, der einen Mindererlös bei einem Fahrzeugverkauf erzielen könnte, da Unfallfahrzeuge in der Regel zu einem geringeren Kaufpreis gegenüber unfallfreien Fahrzeugen gehandelt werden. Ob Ihr Fahrzeug unter der merkantilen Wertminderung berücksichtig wird, kann Ihnen der Sachverständige aufklären: Hier entscheidet eine bestimmte Regelung über Alter und Fahrzeugzustand, die die Voraussetzung erfüllen muss. Sollte die Voraussetzung gegeben sein, ermittelt der Kfz-Sachverständige die Höhe der merkantilen Wertminderung unter Berücksichtigung des Schadens- und Reparaturumfanges.

  • Anspruch: Mietwagen vs. Nutzungsausfallentschädigung

Als Geschädigter haben Sie das Recht für die Dauer des Fahrzeugausfalles ein Ihrer Fahrzeugklasse entsprechendes Ersatzfahrzeuges anzumieten, sofern das Ersatzfahrzeug in einem bedeutenden Umfang benötigt wird. Auch hier muss die Kfz‑Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers die Kosten aufkommen. Bei Inanspruchnahme eines Mietwagens klären Sie am besten mit der Versicherung direkt ab! (Bitte beachten Sie, dass die Nutzungsausfallentschädigung nicht ausgezahlt wird, da die Nutzungsausfallentschädigung durch den Anspruch des Mietwagens ausgeglichen wird).

Wenn kein Mietwagen in Anspruch genommen wird, haben Sie die Möglichkeit für die Zeit des Ausfalls Ihres Fahrzeugs Anspruch auf die sogenannte Nutzungsausfallentschädigung zu nehmen. Auch hier ist die Voraussetzung des Anspruchs der tatsächliche Ausfall des Fahrzeuges, die die Fachwerkstatt ggf. als Nachweis in Form eines Schreibens kurz erklärt, wie viele Tage das Fahrzeug zur Reparaturdauer benötigt wurde. In der Regel wird dies jedoch im Gutachten festgesetzt und die Dauer des Nutzungsausfalls darauf abgerechnet. Sollte es länger dauern als wie im Gutachten angegeben, kann die Fachwerkstatt, (wie oben bereits beschrieben), die Reparaturdauer bestätigen. Die Höhe des Betrages für Nutzungsausfallentschädigung richtet sich nach der Fahrzeugkategorie des verunfallten Fahrzeuges des Geschädigten und wird ebenfalls im Gutachten erfasst.

  • Erstattung weiterer Ansprüche

Viele wissen leider nicht, dass es neben den Schadensersatz Ihres Fahrzeuges weitere Ansprüche für die Erstattung gibt: So haben Sie als Geschädigter weiteren Anspruch auf einer Aufwandsentschädigung (Unkostenpauschale für Telefonate, Porto usw.) und haben ggfs. Anspruch auf Schadensersatz bei Verdienstausfall und Haushaltsführungsschaden, Schmerzensgeld, , Abschleppkosten, An- und Ummeldekosten des Fahrzeuges etc.

VORSICHT! VERSICHERUNGEN vs. ZENTRALRUF DER AUTOVERSICHERER

Der Verkehrsunfall ist geschehen, die Polizei wurde gerufen und die Vorgangszetteln von der Polizei wurde ausgehändigt. Nicht bei allen Vorgängen, aber vielen notiert die Polizei zusätzlich die Telefonnummer des Zentralrufes der Autoversicherer.

Was genau hat es mit dem Zentralruf der Autoversicherer auf sich? Anhand des Kennzeichens vom Unfallgegner erhält man dort Auskunft in welcher Versicherungsgesellschaft das Auto gemeldet ist. Eigentlich keine schlechte Sache. Dem Unfallopfer wird mitgeteilt, dass er dort auf schnellem Wege die Versicherungsdaten, wie Name und Anschrift der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers mitgeteilt bekommen.

Leider sieht es in der Realität anders aus: Wenn ein Unfallgeschädigter dort anruft, um zu erfahren, wo sein Unfallgegner versichert ist, wird nach kurzem Informationsaustausch der Unfalldaten sofort zur entsprechenden Versicherung durchgestellt. Selten wird die Hotline der Versicherung mitgeteilt.

Und so geht es dann weiter; dort erwartet den Geschädigten ein Versicherungsmitarbeiter, der für solche Vorgänge perfekt geschult ist und die Aufgabe hat, den Geschädigten vertrauensvoll davon zu überzeugen, die gesamte weitere Schadensregulierung in die Hände der Versicherung zu geben. Ein folgenschwerer Fehler: Die Versicherung könnte Sie sogar einschüchtern und fragt Sie nicht mal, ob Sie einen Sachverständigen haben oder in Anspruch nehmen möchten. Nein! Sie gehen gezielt auf Sie zu und urteilen einfach; es fallen Worte raus wie: „Wir schicken Ihnen einen Sachverständigen von uns zu!“ oder „Wir haben eine passende Werkstatt gefunden…!“. à Fallen Sie darauf nicht rein! Lassen Sie sich nicht einschüchtern!

Achten Sie auch, dass es sogar auf unlautere Mittel zugegriffen wird, wie Behauptungen, dass das Einschalten eines eigenen Sachverständigen nicht erlaubt wäre oder die Gutachterkosten durch den Unfallgeschädigten selber getragen werden müssten.

Diese Behauptungen stimmen natürlich nicht und sollen Sie lediglich einschüchtern, damit die Versicherung Ihren Auftrag für sich gewinnen will. à Fazit: Gehen Sie am besten nicht darauf ein, sagen Sie was passiert ist und lassen alles Weitere ggf. per Schriftverkehr abwickeln.

Warum der Geschädigte nicht selbst nachfragen sollte:

Der Zentralruf der Autoversicherer ist keine staatliche Institution – wie oftmals angenommen – sondern wird von einem Unternehmen der Gemeinschaft der Deutschen Versicherer und des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) betrieben, sie nennen sich GDV Dienstleistungs-GmbH & Co.KG. Diese Daten können Sie auch auf der Impressum Seite der Homepage einsehen. Wie zu erkennen, ist der Zentralruf der Autoversicherer letztendlich eine von der Versicherungsbranche selbst betriebenes Unternehmen.

Deshalb wird nicht ausgeschlossen, dass ein deutlicher Interessenkonflikt vorliegt.

Wichtig zu beachten:

Als Geschädigter erwarten Sie nicht, dass Ihnen hier objektive geholfen wird. Hier gilt: Wer zahlen soll, ist nicht Ihr Freund!

Letztendlich werden Sie von demjenigen beraten, der Sie entschädigen soll. Deshalb ist Vorsicht geboten und entscheiden Sie bei einer Sache sich nicht zu schnell! Sie können immer noch sagen, dass Sie sich später melden werden, um Ihre Entscheidung bei einem bestimmten Sachverhalt mitzuteilen; das ist immer noch besser als voreilig eine Entscheidung zu fällen, die Sie am Ende bereuen könnten.

WIR ERKLÄREN, WARUM DIE GEGNERISCHE HAFTPFLICHTVERSICHERUNG NICHT IHR FREUND IST!

Da die Versicherung an Sie als Geschädigte des Autounfalls zahlen muss, liegt es in der Natur der Sache, dass die Versicherungen alles Mögliche versuchen, die Entschädigungszahlungen an den Geschädigten so gering wie irgendwie möglich zu halten. Nicht selten passiert es oft, dass der Geschädigte sich auf die gegnerische Versicherung bezüglich der Schadenfeststellung und -bezifferung (sprich: das Gutachten der gegnerischen Versicherung machen lässt), häufig eine böse Überraschung erlebt.

Die Versicherungen ermitteln die Schäden geringwertig und die Schadenersatzposition wie merkantile Wertminderung und Nutzungsausfall werden entweder komplett „vergessen“ oder sehr niedrig eingestuft!

WICHITIG ZU WISSEN:

Lassen Sie, genau aus den oben genannten Gründen, nicht durch die gegnerische Kfz-Versicherung überreden, dass die Versicherung einen Kfz-Sachverständigen aus dem eigenen Hause schickt oder einen Sachverständigen für Sie beauftragen!!! Sagen Si

VORSICHT vom Schadenmanagement der Versicherungen

Ein Schadenmanagement für schnelle Abwicklungen und besondere Leistungen: Diese Leistungen bieten fast alle Versicherungen inzwischen an und hören für den Geschädigten zunächst sehr verlockend an, da dieser Service mit kostenlosen Hol- und Bringdienst, Reinigung des Fahrzeuges usw. geworben wird. Schön und gut. Aber man verzichtet auf viele seiner zustehenden Rechte:

So kann es durchaus vorkommen, dass der Geschädigte keine Informationen erhält, wo und in welchem Umfang sein Fahrzeug wurde. Daraus ist nicht auszuschließen, dass der Reparaturweg und -umfang nicht neutral, sondern in Absprache und nach Vorgaben der Versicherung festgelegt wird.

Häufig handelt es sich bei den so genannten Partnerwerkstätten der Versicherungen auch nicht um markengebundene bzw. vom Hersteller autorisierte Betriebe, was eine Beeinträchtigung oder gar den Verlust der Garantie des Herstellers zur Folge haben kann.

Ein möglicher merkantiler Minderwert wird ebenfalls häufig außer Acht gelassen. Auf die Möglichkeit einer fiktiven Abrechnung auf Gutachtenbasis nach Herstellervorgaben und auf eine Beauftragung eines Rechtsanwaltes seines Vertrauens wird ebenfalls dadurch verzichtet.

Automobilclubs warnen ebenfalls vor dem sogenannten „Schadenmanagement“ der Versicherungen…

Die deutschen Automobilclubs, wie ADAC, AyD etc. sind sich einig: Sie empfehlen nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall von seinem Recht Gebraucht zu machen und auf Kosten der gegnerischen Versicherung einen Kfz-Sachverständigen und einen Rechtsanwalt zu beauftragen.

WICHTIG für Sie ist darauf zu achten, dass die Durchführung der Beweissicherung und die Ermittlung:

  • der merkantilen Wertminderung
  • des Restwertes
  • der Mietwagenkosten
  • der Nutzungsausfallentschädigung
  • der korrekten und vollständigen Reparaturkosten
  • des Schmerzensgeldes
  • der unterschiedlichen Abrechnungsmöglichkeiten uvm.

nicht allein dem Unfallverursacher und dessen Versicherung überlassen werden!

ACHTUNG:

Wenn Sie ein wirklich objektives Gutachten wünschen, sollten Sie immer selber einen Kfz‑Sachverständigen Ihres Vertrauens mit der Schadenfeststellung beauftragen. Ihr Gutachter ist auf Ihrer Seite und er wird das Gutachten neutral und objektiv, Sprich also: nicht nach den Vorgaben und Wünschen der zahlungspflichtigen Versicherung erstellen.

Ihr größter Vorteil: Was Ihnen ein unabhängiger Kfz-Gutachter bringt

Wie bereits erwähnt, ist ein unabhängiger Kfz-Gutachter auf Ihrer Seite und begutachtet Ihr Fahrzeug, gemäß Ihrem Auftrag und beurteilt den Unfallschaden an Ihrem Fahrzeug neutral, unabhängig und vollständig. Nach der Fahrzeugbesichtigung erstellt der Sachverständige ein Schadengutachten:

In der Regel enthält es zahlreiche weitere für die effektive und richtige Schadensregulierung erforderliche Informationen:

Es sind insbesondere Feststellungen zum Wiederbeschaffungswert, zum Restwert, zur voraussichtlichen Reparaturdauer und zur Höhe der Nutzungsausfallentschädigung enthalten.

Aus einem KFZ-Gutachten ergibt sich auch die Antwort auf die für die Schadensregulierung wichtige Frage, ob ein wirtschaftlicher Totalschaden vorliegt oder nicht.

All diese wichtigen Informationen für den Geschädigten und dessen Rechtsanwalt enthält ein Kostenvoranschlag einer Reparaturwerkstatt in der Regel nicht.

Auf Nebenkosten wie An- und Abmeldekosten, Umbaukosten, Entsorgungskosten usw. wird der unabhängige Kfz-Sachverständige ebenfalls hinweisen.

Dort fehlt es regelmäßig auch an der in einem KFZ-Gutachten enthaltenen, ausführlichen Dokumentation der Unfallschäden durch Lichtbilder, denen insbesondere im Streitfall, namentlich bei der Beweisführung, enorme Bedeutung zukommt.

Ein KFZ-Gutachten erfüllt also zwei wichtige Funktionen:

Es dient der Schadensfeststellung und dem Beweis der unfallbedingten Schäden.

Wichtig zu wissen:

Nur ein Schadengutachten eines freien und unabhängigen Kfz-Sachverständigen garantiert dabei eine wirklich neutrale und komplette Schadensfeststellung.

Nach einem unverschuldeten Autounfall kann der Geschädigte immer einen unabhängigen Kfz-Gutachter beauftragen

Der Geschädigte eines Unfalles ist gut beraten, dieses Recht wahrzunehmen, um auf Augenhöhe mit der gegnerischen Kfz-Versicherung zu sein.

Ohne eigenen Kfz-Gutachter droht dem Geschädigten finanzieller Schaden, indem er nicht alle Ansprüche ersetzt bekommt. Wir beraten Sie gerne!

Ein objektives Gutachten eines Kfz-Sachverständigen enthält:

professionellem Kalkulationsprogramm

  • den Reparaturweg und die Reparaturdauer
  • eine Fahrzeugbewertung
  • Angaben zur Wertminderung
  • Angaben zum Restwert
  • die Nutzungsausfallentschädigungsklasse und -wert
  • die Wiederbeschaffungsdauer
  • den Wiederbeschaffungswert
  • eine aussagekräftige Fotodokumentation
  • Herstellerkalkulation

Wer trägt die Kosten des Kfz-Gutachters?

Als Geschädigter dürfen Sie immer einen selbst gewählten Kfz-Gutachter mit der Schadensfeststellung an Ihrem Fahrzeug beauftragen!

Generell wird so gehandhabt, dass der Geschädigte die Kosten für das Unfallgutachten nicht vorstrecken muss, sondern anstatt dessen eine Abtretungserklärung unterzeichnet. Dieser Vorgang vereinfacht den Abwicklungsvorgang der Honorarzahlung an der Sachverständigen. Entsprechend des gesamten Schadenersatzanspruches nach einem Verkehrsunfall kann der Geschädigte dann mit der Abtretungserklärung an den Kfz-Gutachter abtreten.

Mit dieser Abtretungserklärung kann der Kfz-Sachverständige die Kosten für das Gutachten bei der gegnerischen Versicherung direkt einfordern. Das geht deshalb, weil der Geschädigte einen Schadenersatzanspruch auf Erstattung der Gutachterkosten hat.

Diese Handhabung der Abwicklung wird in den meisten Fällen so abgewickelt.

Wer trägt die Gutachterkosten?

Gutachterkosten muss die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers übernehmen!

Sofern kein sogenannter Bagatellschaden (Kleinschaden bis zu 750,-€) vorliegt, müssen die anfallenden Gutachtenkosten nach einem unverschuldeten Unfall durch den Schädiger bzw. dessen Kfz-Versicherung übernommen werden.

In jedem Schadenfall ist dies im Allgemeinen verankert; bei dem ein Totalschaden eingetreten ist oder bei einem Schaden, wo die voraussichtlichen Reparaturkosten mehr als ca. 750,00 € betragen.

Liegt ein Bagatellschaden vor, wird ein seriöser Sachverständiger immer auf Sie darauf hinweisen.

Warum sollten Sie immer einen Rechtsanwalt hinzuziehen?

Wenn Sie in einen Verkehrsunfall verwickelt worden sind, ist es auch immer ratsam, einen Rechtsanwalt bzw. eine Rechtsanwältin für Verkehrsrecht mit der Durchsetzung der eigenen Schadenersatzansprüche zu beauftragen. Warum? Niemand kennt Ihre Rechte besser als Ihr vertrauter Rechtsanwalt.

Ausnahmslos, bei jedem Schadenfall gilt; holen Sie sich Ihren Rechtsbeistand! Es gibt nämlich keine unkomplizierten Schadensfälle. Sie können zwar auch später einen Rechtsanwalt einschalten (was nicht empfehlenswert ist), jedoch empfiehlt es sich von Anfang an das Prozedere einzuweihen, damit Sie von Anfang an richtig gut beraten und begleiten werden.

Wichtig:

Auch wenn die gegnerische Versicherung Ihnen signalisiert, alles in Ihrem Sinne schnellstmöglich erledigen zu wollen, sollten Sie nicht auf Ihr Recht der Hinzuziehung eines Rechtsanwaltes verzichten.

Die Kosten für den Rechtsanwalt müssen bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall die gegnerische Haftpflichtversicherung übernehmen! Eine Rechtschutzversicherung in diesem ist nicht nötig!

Schlussbetrachtung

Grundsätzlich ist der Geschädigte eines Verkehrsunfalles so zu stellen, als wäre das zum Schadensersatz verpflichtende Ereignis nicht eingetreten.

Sind Sie sich mit der Abwicklung der Versicherung nicht sicher, holen Sie sich zunächst einen Kfz-Gutachter zur Schadensfeststellung und ein Rechtsanwalt für Verkehrsrecht. Dort werden Sie unterstützt. Ein guter Kfz-Gutachter würde mit Ihnen ggf. gemeinsam mit der Abwicklung der Versicherung bezüglich der Schadensmeldung, Sie dabei unterstützen, damit Sie schnellstmöglich den Schaden ersetzt bekommen.

Wie Sie ja bereits gelesen haben, versuchen die gegnerischen Versicherungsgesellschaften häufig, die Schadenersatzleistungen an den Geschädigten zu drücken und so gering wie möglich zu halten oder nur anteilmäßig auszugleichen, indem ein Mithaftungseinwand konstruiert wird. Um dies von vornherein zu verhindern, gilt sich gut abzuwehren, indem Sie sich Ihren Kfz-Gutachter und Rechtsanwalt zu sich holen.

Nur so kann der Geschädigte sicher gehen, dass er einen angemessenen und umfassenden Schadenersatz erhält und keinen finanziellen Nachteil aus dem unverschuldeten Unfall hat.

Gut zu wissen:

Der Geschädigte sollte nicht selbst mit dem Zentralruf der Autoversicherer Kontakt aufnehmen, (wenn er sich seiner Sache nicht sicher ist), da die Gefahr besteht, vom Schadensmanagement der Versicherungen überrumpelt zu werden.

Merken Sie daher diesen Rat:

>> Wer zahlen soll, ist nicht Ihr Freund! <<

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